15.01.2015

Deutsche Meisterschaft in Borna

Zur Deutschen Meisterschaft, die alljährlich den Höhepunkt und gleichzeitig den Abschluss des nationalen Crosskalenders darstellt, reisten die RCE-Aktiven, Betreuer und Schlachtenbummler am zweiten Januarwochenende nach Sachsen, wo der gastgebende RSV Borna rund um das Rudolf-Harbig-Stadion eine anspruchsvolle Strecke abgesteckt hatte, die alles bot was das Crosser-Herz begehrt. Ein Sturmtief und ausgiebige Regenfälle in den Tagen zuvor sorgten zudem für schwierige Bedingungen, und so wurde den insgesamt 450 Startern alles abverlangt. Unter den kritischen Augen von RCE-Gründungsmitglied Claus Naß, der es sich nicht nehmen ließ den Meisterschaften in seiner Geburtsstadt Borna beizuwohnen, mussten unsere U17-Jugendlichen als erste an den Start. Marco Oberteicher fuhr ein kluges Rennen, hielt sich in der Anfangsphase bewusst zurück und konnte so in der zweiten Rennhälfte seine Reserven ausspielen, mit dem 7.Rang ein hervorragendes Ergebnis einfahren und dabei einige vermeintliche Titelfavoriten hinter sich lassen. Nach dem Gewinn der Vizemeisterschaft des Vorjahres musste Philipp Gohla hingegen zum wiederholten Mal in dieser Saison feststellen, dass die Trauben in der U17-Klasse deutlich höher hängen als bei den Schülern, und nachdem auch noch Materialprobleme dazu kamen fand er sich am Ende des Rennens auf einem für ihn enttäuschenden Platz im letzten Drittel des Feldes wieder. Aber in der nächsten Saison werden die Karten neu gemischt.

Nach den starken Auftritten in den letzten Wochen zählte Yannick Gruner zweifelsfrei zu den Titelfavoriten bei den U23-Fahrern. Leider ereilte ihn im hektischen Gedrängel der ersten Rennrunde ein Materialproblem, das zwar schnell behoben war, ihn aber zunächst auf den 10.Platz zurückwarf. Yannick legte eine furiose Aufholjagd hin, überholte einen Konkurrenten nach dem anderen und sicherte sich am Ende hinter Felix Drumm, der seinen Vorjahrestitel somit erfolgreich verteidigen konnte, die Vizemeisterschaft. Enttäuschend und unverständlich, dass der Bund Deutscher Radfahrer sein Startkontingent von 5 Fahrern bei der anstehenden Weltmeisterschaft nicht ausschöpft und mit Felix Drumm und Paul Lindenau lediglich zwei Fahrer entsendet. Yannick bleibt somit die verdiente Reise ins tschechische Tabor verwehrt. Steffen Müller als weiterer RCE-Vertreter bei den U23ern fuhr von allem unbeeindruckt ein starkes Rennen und knüpfte mit einer weiteren Top10-Platzierung an die hervorragenden Leistungen der abgelaufenen Saison an.

Im Rahmenprogramm der DM fand erstmals ein sogenannter Demonstrationswettbewerb der weiblichen U15 und U17-Klassen statt, in dem Jacqueline Schäfer die RCE-Farben vertrat. Leider schlug auch hier die Defekthexe zu, aber Jacqueline fuhr ihr Rennen tapfer zu Ende, auch wenn es letztlich nur zu einer Platzierung am Ende des Feldes reichte.

Noch unglücklicher lief es bei den Masters 2 für Mirco Holz, den an einer denkbar ungünstigen Stelle des Kurses (das Materialdepot war in hoffnungsloser Ferne) ein Reifendefekt ereilte und der somit aufgeben musste. Dietmar Müller, der sich kurzfristig zu einem Start entschieden hatte, fuhr trotz fehlender Rennpraxis in diesem Jahr ein bravouröses Rennen und belegte einen Platz im Mittelfeld.

Als letzte RCE-Vertreterin musste Johanna Müller bis zum zweiten Tag der Meisterschaften auf ihr Rennen warten. Johanna legte einen fulminanten Start hin und ging in der Spitzengruppe ins Gelände. Auch wenn sie im Laufe des Rennens mit Hanka Kupfernagel und Sabine Spitz die ganz großen Namens des deutschen Frauenradsports passieren lassen musste, kämpfte Johanna um jeden Platz und erzielte am Ende mit dem 9.Rang bereits die fünfte RCE-Top10-Platzierung der diesjährigen Meisterschaften.

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