16.05.2018

MTB Nachwuchssichtung Gedern

Am letzten Wochenende stand für den Fahrer des RC Endspurt Herford, Timo Gruszczynski, eine weitere Veranstaltung im Rahmen der Bundesnachwuchssichtung im Mountainbiken an. Austragungsort war diesmal im Süden von Hessen die Stadt Gedern. Am Samstag wurde als erstes ein Geschicklichkeits-Wettbewerb ausgetragen. Dieser Technikteil enthält auf einer kleinen Runde verschiedene Hindernisse, die aus einem umfangreichen Katalog des Radsportverbandes ausgesucht wurden. Die einzelnen Hindernisse wurden von Kampfrichtern bewertet. Die Übungen bestanden in diesem Fall aus Zielbremsung, Stopp in der Abfahrt, eine Stufe bergauf überwinden, einen Serpentinen Kurs durchfahren und ein langes Holzbrett überfahren. Je nach Ausübung wurden Punkte verteilt. Timo fuhr schnell in den Parcours ein, um in möglichst kurzer Zeit die Übungen zu bewältigen. Die Bremsübungen am Abhang waren enorm schwer, da der lose Boden im Wald auf Grund der Trockenheit sehr rutschig war. Hierbei konnte er leider nicht die volle Punktzahl erreichen. Doch die anderen Hindernisse bewältigte er gut, so dass er am Ende 8 von möglichen 12 Punkten erhielt. Doch das mit 80 Fahrer sehr große Starterfeld lag bei den Punkten und der gefahren Zeit so eng zusammen, dass er in diesem Wettbewerb leider nur auf Platz 48 kam. Am Sonntag stand dann das Rennen an. Die etwa 3,7 km lange Strecke hatte dabei einiges zu bieten. Zunächst ging es vom Start weg auf eine Einführungsrunde um eine am Berg liegende Wiese. Danach mussten die Fahrer in ein kleines Wäldchen fahren, in dem sich viele kleine Trails schlängelten, gespickt mit kurzen steilen Abfahrten und kleinen Sprüngen. Anschließend ging es noch einmal in den Start-/Ziel-Bereich, wo ein steiler Hügel mit einer Auffahrt und Abfahrt bewältigt werden musste. Weiter ging es mit hoher Geschwindigkeit ein Stück Straße runter, um gleich danach wieder auf einem längeren Anstieg in den Wald einzubiegen. Auch hier ging es auf den Trails wieder auf und ab. Viele Wurzeln und Steine machten es den Fahrern nicht leicht. Hiernach musste noch eine lange Wiesenauffahrt hinauf gefahren werden, bevor es wieder zum Ziel ging. Dort hatten die Fahrer den schwierigsten Teil der Strecke. Ein Steinhügel mit einer sehr steilen Abfahrt musste überwunden werden, um gleich im Anschluss über eine Holzbrücke zu einem Sprung anzusetzen. Nach einigen Schleifen auf diesem Hügel war man dann wieder am Ziel. Diese anspruchsvolle Strecke musste von den jungen Fahrern 3 mal bewältigt werden. Die Platzierung aus dem Geschicklichkeitswettbewerb  bedeutete gleichzeitig den Platz in der Startaufstellung für das Rennen. Timo musste somit aus dem Mittelfeld des Starterfeldes losfahren. Zunächst tat er sich schwer, sich im Feld weiter nach vorne zu arbeiten. Er viel zurück. Der schwere Kurs verlangte von allen Fahrern volle Konzentration. Im Laufe des Rennens wurde er dann stärker und arbeitete sich wieder Platz um Platz weiter vor. Am Ende kam er auf den 42. Rang. Mit dieser Platzierung konnte er bei diesem enorm schweren Kurs zufrieden sein. Wie schwierig diese Strecke war, zeigt auch, dass fast 20 Fahrer nach Defekten oder Stürzen das Rennen nicht beenden konnten. Der nächste Wettbewerb in der Bundesnachwuchssichtung steht dann Anfang Juni in Wetter/Ruhr an. Bis dahin hat Timo noch einiges an Arbeit im Training vor sich, um eine Platzierung weiter vorne zu erreichen.