21.08.2015

Red Bull Tri Islands Insel-Hopping mit K.o.-Modus

Jasmin in der Wechselzone

Am Sonntag 16. August 2015 stellten sich 388 gemeldeten Teilnehmer einer ganz besondere Triathlon-Herausforderung: 2,5 Kilometer Schwimmen, 40 Kilometer Radfahren und zehn Kilometer Laufen.

Es klingt nach dem Abenteuer-Wettkampf des Jahres: Man muss sich über drei nordfriesische Inseln ins Ziel arbeiten  - und das im Kampf gegen die unbarmherzige Tide. Wind und Wellen trugen aber dazu bei, dass die auf dem Papier so harmlos anmutende Kurzdistanz Red Bull Tri Islands auf den Nordseeinseln Amrum, Föhr und Sylt zum Extremsport wurde. 100 Sportler sind gescheitert. Wellen und Strömungen verlängerten die Schwimmstrecke.

Auch sechs Triathleten aus Herford: Antje Tänzer, Jasmin Brammert, Nils Babenhauserheide, Klaus Wolfgramm,   Marcus Böker und Guido Butschkat nahmen diese besondere Herausforderung an.

 

Der Startschuss fiel um 14 Uhr auf der nordfriesischen Insel Amrum, von dort kämpften sich die Teilnehmer 2,5 Kilometer durch das offene Meer nach Föhr. Welche Anforderungen das Schwimmen an die Teilnehmer stellen sollte, war auf den ersten Blick nicht zu erkennen - denn weder das 2,5 Kilometer entfernte Ziel ließ sich aus Augenhöhe der Schwimmer jenseits der Wellen immer ausmachen noch die Strömungen, die dazwischen lagen. Und so fächerte sich das Feld bald nach dem Start weit auf, zahlreiche Schwimmer kreuzten immer wieder ihre Bahnen und versuchten, zwischen Wellen und Strömungen dem Strand vor der Kurhaus von Utersum näherzukommen. Über tatsächliche Schwimmdistanzen zwischen 3 und 5,5 Kilometer berichteten einige mit GPS-Uhren ausgestattete Teilnehmer. Jasmin Brammert berichtete:“ Ich dachte, ich würde nie ankommen!“

Es galt für unsere Triathleten, ein hohes Tempo anzuschlagen. Der Grund: Das Radfahren auf der Insel Föhr über 40 Kilometer mit starkem Wind muss so schnell absolviert werden, denn die Boote in Richtung Sylt warten nicht. Zwei Stunden und 50 Minuten hat man nach dem Startschuss Zeit, bis das letzte Boot Föhr um 16:50 Uhr verlässt. Aufgrund der Tide können danach keine Boote mehr zur Laufstrecke starten - ein natürlicher Knock-out-Modus. Einige mussten tatsächlich nach der Raddisziplin um 16:50 Uhr das Rennen beenden. So leider auch zwei von unseren Herfordern. Klaus Wolfgramm berichtet: „Ich habe noch auf dem Rad gekämpft wie ein Löwe, aber es hat einfach nicht mehr gereicht. Aufgrund der starken Strömung im Meer, habe ich einfach zu viel Zeit verloren“. Auch Antje Tänzer:“ Es war eine Erfahrung wert und ich hab noch eine Rechnung mit Sylt offen!“

 

Jasmin Brammert, Nils Babenhauserheide, Marcus Böker und Guido Butschkat konnten erst einmal nach dem Radfahren durchatmen, sie haben die Boote nach Sylt erwischt – nun kam die letzte Disziplin: die Laufstrecke.

Als die Boote Sylt erreichten, sprang Guido Butschkat aufs Festland und sagte: „Jetzt kommt das, was ich am besten kann!“ und rannte los. Auf der über zehn Kilometer langen Laufstrecke erwartete den Teilnehmern eine besondere Cross Strecke. Treppen rauf, Treppen runter. Die Wege führten durch die Dünen und auf dem letzten Drittel der Laufentscheidung wartete ein etwa drei Kilometer langer Strandabschnitt, der den Triathleten noch einmal alles abverlangte.

Unsere Herforder Triathleten erreichten glücklich das Ziel auf Sylt.
Guido Butschkat als 42. Ges. AK M40 5. in 03:32:57
Marcus Böker als 73. Ges. AK M35 15. in 03:38:58

Jasmin Brammert als 15. Ges. AK W30 5. in 03:40:37
Nils Babenhauserheide als 175. Ges AK M20 19. in 04:17:45

Alle sechs Herforder Triathleten waren sich einig: Das war ein ganz besonderer Triathlon, den man nicht mehr vergessen wird!